Die richtige Aussteuerung beginnt schon bei der Mikrofonhandhabung.
Bis auf einige wenige Ausnahmen gilt: Immer so nahe wie möglich
an die Tonquelle herangehen! Bei Interviews sollte der Abstand zwischen
Mund der/des Interviewten und Mikrofon etwa 10 bis 25 cm betragen,
bei starken Umgebungsgeräuschen (z. B. Interview im fahrenden
Auto oder Zug) kann der Abstand auch geringer sein.
Aussteuerungsregeln:
Alles so laut wie möglich aufnehmen!
Nicht Übersteuern!
Aufnahmen die "zu laut" also übersteuert aufgenommen
sind klingen verzerrt, "schmutzig" und vielleicht sogar
knackend. Bei digitalen Aufnahmen können schon leichte Übersteuerungen
zu deutlich hörbaren Verzerrungen führen.
Portable MiniDisc-Rekorder für den Consumer-Bereich bieten
je nach Gerätetyp entweder manuelle und/oder automatische Aussteuerung
der Aufnahmelautstärke. Beide Systeme haben Vor- und Nachteile.
Bei der Kaufentscheidung für das eine oder andere Aufnahmegerät
könnte die Art der Aussteuerung ein wichtiges Kriterium sein.
Automatische Aussteuerung sorgt dafür, dass alles "schön
laut" aufgenommen wird. Das funktioniert in vielen Situationen
recht gut, zum Beispiel bei Interviews in ruhigen Räum, wenn
keine großen Sprechpausen gemacht werden oder wenn einheitlich
laute Atmosphären oder Geräusche aufgenommen werden.
In manchen Situationen allerdings ist die automatische Aussteuerung
überfordert und liefert keine optimalen Aufnahmeergebnisse
(denn sie weiß ja nicht, worauf es ankommt). Wenn etwa Interviews
in lauter Umgebung gemacht werden, kann die automatische Aussteuerung
während Sprechpausen die Umgebungsgeräusche unangenehm
laut machen (das wird als "Pumpen" bezeichnet).
Tonbeispiele: Aufnahme mit automatischer Aussteuerung - Pumpen
Pumpe
1
Pumpe
2
Und wenn spezielle (z. B. impulsförmige) Geräusche aufgenommen
werden sollen, wie etwa das Zuschlagen einer Türe, können
die Aufnahmen trotz automatischer Aufnahmeaussteuerung verzerrt
klingen.
Manuelle Aussteuerung erfordert größere Aufmerksamkeit
während der Aufnahme. Für Menschen, die noch wenig Erfahrung
im Aufnehmen haben, ist das vielleicht ein Nachteil. Manuelle Aussteuerung
bedeutet ja, dass IMMER auf die Aufnahmelautstärke geachtet
werden muss, wird das vergessen, können mitunter ganze Interviewaufnahmen
unbrauchbar sein, weil zum Beispiel häufig übersteuert
wurde. Allerdings lassen sich, das richtige Know-how vorausgesetzt,
auch solche Situationen meistern, in denen eine Aussteuerungsautomatik
vielleicht nur mäßig gute Ergebnisse liefern würde
(wie oben).
An manchen MiniDisc-Rekordern lässt sich die Empfindlichkeit
des Mikrofoneinganges einstellen. Wird ein Kondensator-Mikrofon
verwendet, werden die Aufnahmen meist besser wenn jene Einstellung
gewählt wird, bei der der Mikrofoneingang weniger empfindlich
ist.
Auch mit dem Mikrofonabstand kann man aussteuern: Spricht die interviewte
Person plötzlich lauter, - den Abstand um einige Zentimeter
vergrößern, spricht die Person plötzlich viel leiser,
- den Abstand verringern.
Aussteuerungsinstrumente
Sie helfen bei der Einstellung des richtigen Aufnahmepegels (Rekord-Level),
vor allem bei manueller Aussteuerung sollten sie beachtet werden.
Sie helfen bei der Einstellung des richtigen Aufnahmepegels (Rekord-Level),
vor allem bei manueller Aussteuerung sollten sie beachtet werden.
Aussteuerungsanzeige Digital

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