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Sendungsablauf Live-Sendung Seite 1 2
Einfaches Programm

Der Ablauf der Sendung wird am besten schriftlich festgehalten. Eine Live-Sendung kann nur aus relativ einfachen Abläufen bestehen, sonst besteht die Gefahr, dass die Sendung ins Stocken gerät und "abstürzt". Das heißt auch, dass die einzelnen Bauteile der Sendung nicht zu kurz sein dürfen.



Anweisungen wie die folgende sind nahezu unmöglich ohne Fehler bei Live-Sendungen zu realisieren:
"Zuerst von CD Nr. 1 Track 2 die ersten 4 Sekunden abspielen, dann von der Mini-Disc Track 2 von Sekunde 3 bis 8 spielen gleich darauf sagt der Moderator 3 Worte und dann fängt die Platte an zu spielen, nach etwa 4 Sekunden wird der Beitrag (der auf einer anderen MiniDisc ist) gestartet ...".

So etwas lässt sich in aller Ruhe vorproduzieren und dabei so oft w?? zu Fehlern führen. Fehler, die leicht vermieden werden können.

Den Überblick nicht verlieren
Ein gut geschriebenes "Manuskript" macht es erst möglich, dass alle an der Live-Sendung Beteiligten gut zusammenarbeiten und die jeweils richtigen Aktionen setzen. Trotzdem ist die größte Gefahr bei Live-Sendungen den Überblick zu verlieren. Die Nervosität kann bei allen Beteiligten zu vermehrten Fehlleistungen führen: Die falsche Musiknummer, der falsche Beitrag werden gespielt, die ModeratorInnen haben viele Versprecher oder lesen den falschen Text, das Mikrofon wird zu leise, zu laut oder gar nicht aufgedreht und so weiter.

Das Allerwichtigste, wenn Fehler passieren: Ruhe bewahren!

Natürlich ist das leichter gesagt als getan, denn ist erst einmal ein Fehler passiert, besteht die Gefahr einer Lawine von Folgefehlern, weil jemand aus dem Team in Panik gerät und nicht mehr klar denken kann. Davor sind selbst erfahrene ModeratorInnen und TechnikerInnen nicht gefeit. Um den Sendungsablauf unter Kontrolle zu haben, muss Aufmerksamkeit "eingesetzt" werden. Aber Aufmerksamkeit ist nicht unendlich vorhanden, jeder Mensch hat nur ein beschränktes Maß davon und auch nicht zu jedem Zeitpunkt gleich viel. Die Aufmerksamkeit schwankt von Minute zu Minute und so kann es passieren, dass man zu irgendeinem Zeitpunkt nicht mehr genau weiß, an welcher Stelle im Sendungsablauf man sich gerade befindet, der Überblick ist zumindest für kurze Zeit verloren. Dann ist es gut, wenn die notwendige Aufmerksamkeit auf mehrere Personen aufgeteilt ist. Doch selbst bei Profis können solche "Black-outs" immer wieder passieren.

Um über solche Momente hinwegzukommen, hilft ein einfacher Trick, nämlich sich immer wieder selbst zu fragen: Was kommt als Nächstes?
Die Frage, die sich alle an einer Live-Sendung Beteiligten in kurzen Zeitabständen also immer wieder selbst stellen sollten, lautet: Was ist der nächste Schritt?
Drei Viertel der Aufmerksamkeit sollten dem jeweils laufenden Geschehen gelten, ein Viertel der Aufmerksamkeit dem, was als Nächstes kommt.

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