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Die Live-Sendung  

Einen Beitrag oder eine Sendung in aller Ruhe zu produzieren ist eine Sache, eine Live-Sendung zu machen eine andere. Bei einer Live-Sendung kann nichts wiederholt werden, Fehler sind also sofort zu hören und können nicht mehr korrigiert werden.




Unvorhergesehenes kann passieren, die falsche CD oder der falsche Beitrag gestartet oder der falsche Text gesprochen werden. Abspielgeräte versagen meist gerade dann, wenn sie am notwendigsten gebraucht werden - bei einer Live-Sendung eben. Gute Nerven sind also gefragt.

Live-Sendungen sind aber auch ganz besondere Ereignisse. Eine Live-Sendung kann starke Gruppenerlebnisse vermitteln, denn alle sind aufeinander angewiesen, niemand kann eine Sendung alleine "über den Sender bringen". Gutes Teamwork ist also Voraussetzung für eine gelungene Live-Sendung.

Braucht eine Live-Sendung einen Sender?
Nicht unbedingt. Bei mittleren bis größeren Veranstaltungen kann über Kabel und Lautsprecher Radioprogramm unter die Leute gebracht werden, etwa bei einem Tag der offenen Türe, einer Schulsportveranstaltung, im Jugendzentrum, im Ferienlager oder am Schikurs. Auch in der Pause oder vor dem Unterricht kann Radioprogramm "gesendet" werden. Und natürlich kann auch ganz gezielt Radioprogramm vor geladenem Publikum präsentiert werden.

Wichtig ist in jedem Fall, dass etliche Leute zuhören können, deshalb sind neben einem kleinen Studio (vielleicht genügt schon ein kleines Mischpult, ein Mikrofon und ein Kassettenrekorder) auch Verstärker und Boxen notwendig. In vielen Schulen gibt es eine Lautsprecheranlage, die für Durchsagen (der Direktion) benutzt wird. Meist kann diese mit geringem Aufwand für Schulradiosendungen adaptiert werden. Dasselbe gilt für viele Feriencamps. Die ZuhörerInnen solcher "Kabel-Sendungen" hören natürlich meist nicht von der ersten bis zu letzten Minute des Radioprogramms gebannt zu (wenn die ProgrammmacherInnen das erwarten, können sie nur enttäuscht werden), dazu gibt es meist viel zu viele Ablenkungsmöglichkeiten, aber dennoch bekommen sie mehr vom Radioprogramm mit, als man vermuten möchte. Trotzdem muss bei der Gestaltung des Programms auf die spezielle Hörsituation Rücksicht genommen werden.

Doch egal, ob beim "Kabelradio" oder bei einer echten On-Air-Sendung, Live-Sendungen haben ihren eigenen Charakter und verbreiten bei den RadiomacherInnen jenes aufregende Prickeln, das man solchen Sendungen auch meist anhört. Live-Sendungen zu machen lohnt sich also.

Auch wenn es "Live-Sendung" heißt, so ist dabei längst nicht alles live. Natürlich gibt es Sendungen mit sehr hohem Live-Anteil, wenn es Studiogäste gibt oder bei einer Diskussion. Doch spätestens wenn Musik gespielt wird gibt es Zeit zum Verschnaufen (für die RadiomacherInnen).

Bei moderierten Sendungen (z. B. Magazinsendungen) wird selbst dann von "Live-Sendung" gesprochen, wenn nur ein geringer Teil meist nur die Moderation wirklich live passiert.

Es gibt zwei wichtige Voraussetzung für eine gelungen Live-Sendung:
• die richtige Arbeitsaufteilung und
• ein gut geplanter Ablauf.

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