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Vorkenntnisse & Fähigkeiten
Was
sind die verbalen Stärken und Schwächen der Gruppe, haben
die Kinder oder Jugendlichen Erfahrung im Recherchieren, sind sie
eigenständiges und eigenverantwortliches (Zusammenarbeiten-)
Arbeiten gewohnt? Fragen, die vor Beginn des Projektes vor allem
auch deshalb beantwortet sein sollten, weil die Art der Zusammenarbeit
in der Gruppe bei einer Radioproduktion sicher eine ungewohnte ist.
Vor allem die intensive inhaltliche Teamarbeit wird oft als ungewohnt
und schwierig empfunden. Die Erfahrung, gemeinsam etwas geleistet
zu haben, bringt aber oft gerade Gruppen, in denen sonst ein starker
Konkurrenzdruck herrscht, weiter.
Betritt eine Gruppe mit ihrem Radioprojekt komplettes Neuland, d.h.
kann sie auf keinerlei Vorkenntnissen und Erfahrungen aufbauen,
ist es auf jeden Fall wichtig, ihr genügend Informationen zu
geben und ihr Zeit fürs Hineinschnuppern zu lassen.
Durchhaltevermögen
Ein längeres Projekt stellt die Ausdauer der Kinder und Jugendlichen
auf eine harte Probe. Andererseits macht es sie auch sehr stolz,
wenn sie bis zum Ende durchgehalten haben. Besonders in der offenen
Jugendarbeit, in der alles auf Freiwilligkeit basiert, stellen Medienprojekte
für alle Beteiligten meist eine ziemliche Herausforderung dar.
Der Anspruch an das Projekt sollte daher ebenso realistisch sein
wie die Einschätzung, welche Ziele tatsächlich erreichbar
sind. Flexible Projektformen, die ein mögliches - vielleicht
nicht perfektes, aber dennoch fertiges - Ergebnis stets im Auge
behalten, sind daher Formen vorzuziehen, die mit Trompeten, Fanfaren
und ehrgeizigen Zielsetzungen begonnen, aber nie zu Ende geführt
werden.
Gruppengröße
Ein Dauerdilemma für aktive Medienarbeit in der Schule: Eine
ganze Klasse ist zu groß, um ein wirklich arbeitsfähiges
Team zu bilden. Abhilfe bieten Produktionen, die eine arbeitsteilige
Herangehensweise erfordern, wie etwa magazinartige Sendungen. Hier
können die einzelnen Sendungsteile relativ unabhängig
voneinander produziert werden. Auch sind nicht-journalistische Formen
wie etwa Hörspielprojekte, bei denen verschiedenste Aufgaben
und Rollen verteilt werden können, geeigneter und gelingen
erfahrungsgemäß mit Gruppen bis zu 17 SchülerInnen
meist recht gut. Die Gruppengröße beeinflusst die Projektplanung
also ganz entscheidend, wobei keinesfalls die Möglichkeit vergessen
werden sollte, während bestimmter, betreuungsintensiver Arbeitsschritte
helfende Hände (von BegleitlehrerInnen bis zur Projektunterstützung
von außen) einzubeziehen.
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